Jeden Tag lerne ich, die Vorzüge von Videokonferenzen mehr und mehr zu schätzen. Es fallen keine Fahrzeiten zu den Büros oder Wegzeiten innerhalb der Gebäude an. Das Konferenzzimmer ist sofort erreicht, wenn man am eigenen Schreibtisch angekommen ist. Auch sind die Unterlagen schnell zur Hand, und das ganz ohne Schleppen.

Und da die Räume virtuell sind, sind sie groß genug für jede Besprechung und auch in beliebiger Anzahl vorhanden. Nichts wirft den wohlfeilen Zeitplan so durcheinander, wie die physischen Gegebenheiten: alle sind rechtzeitig vor dem Besprechungsraum versammelt, nur um herauszufinden, dass dieser über Nacht umfunktioniert wurde oder unmöglich so viele Teilnehmer aufnehmen kann.

Nur bei der Wahl meines Outfits bin ich mir noch nicht sicher. Was ist die richtige Etikette? Wie viel Aufwand ist in das Erscheinungsbild zu investieren? Im persönlichen Kontakt ist vieles vom Outfit ja nicht nur Form, sondern auch Funktion. Und es ist dann nicht nur für den Moment.

Für mich persönlich ist es klar, lieber etwas formeller aufzutreten. Das entspricht meinem Naturell. Also das ganze Programm: Hemd, Gilet, Jackett, Handschuhe. Entweder in der klassischen grün-violett Kombination oder der etwas moderneren orange-rot-gelb Variante. Dazu grün gefärbtes Haar, ein wenig Weiß im Gesicht, damit das rot ausgemalte Lächeln besser wirkt. Und abgedunkelte Augenpartien für den strengeren Blick. Das manische Lachen ergibt sich meist von alleine. Der Erfolg bei den Verhandlungen gibt mir Recht, mein Gegenüber wirkt meist eingeschüchtert.

Ganz unabhängig davon ist mir gestern ein in den Himmel projiziertes Fledermaus- Symbol aufgefallen. Was das wohl bedeutet?